„Wir wollen nicht einfach am Rand stehen, wenn die Zukunft beginnt!“

Ein Pressepaket des Bewegungsmelder-Teams

Gruppen-Statement:

Anfang Juni 2021 startete das Info-Portal „Bewegungsmelder Aschaffenburg“ mit einem Telegram-Kanal (t.me/Bewegungsmelder) und eigenem Blog (BewegungsmelderAB.wordpress.com). Charlie Subco, Pressekontakt der Gruppe, erläutert die Entscheidungen wie folgt:

„Auch in Aschaffenburg und Umgebung gibt es Zusammenschlüsse von Menschen die für eine direkte Verbesserung der Lebensumstände streiten. Oft sind diese jedoch nur wenig sichtbar. Aus diesem Grund haben wir uns zusammengeschlossen und das Bewegungsmelder-Team gebildet. Wir wollen nicht nur existierende Gruppen, Veranstaltungen und Aktionen bewerben, sondern mit einem Blog-Magazin einen Raum für eigene Veröffentlichungen schaffen. Unser wichtigstes Mittel dabei ist unser Telegram-Kanal, damit wir unabhängig von Facebook-Algorithmen agieren können, die sich nur allzu oft nachteilig auf kleine Gruppen auswirken. Außerdem wollen wir Telegram ein Stückchen weit zurückerobern und zeigen: ‚Hey, es ist möglich da auch Sinnvolles mit anzustellen!‘ Für Leute die entweder kein Smartphone besitzen, oder kein Telegram nutzen, bieten wir auf unserer Homepage auch eine Email-Newsletter-Funktion an. Wir setzen auf Vernunft und Diskussion, wollen keine feste Linie vorgeben, sondern Prozesse der Veränderung erst ermöglichen, Leute zusammenbringen und Verbindungen herstellen, die bislang nicht existiert haben. Hinter uns steht keine Partei, aber gerade deshalb wollen wir uns einmischen. Machen wir uns nichts vor: Es liegt vieles im Argen und die aktuellen Akteure, die etablierten Parteien argumentieren mit einer vorgeschobenen Alternativlosigkeit. Unterschiede in Parteiprogrammen sind marginal. Aber wir sind überzeugt: Eine bessere Welt ist nicht nur möglich, sondern machbar! Und genau deshalb sind wir hier, um  Öffentlichkeit herzustellen und neue Wege zu bestreiten.“

Pressemitteilung:

In Zeiten von Corona hat sich das Leben und die zwischenmenschliche Kommunikation immer häufiger ins Internet verlagert. Seit ein paar Wochen ist das regionale Online-Angebot in und um Aschaffenburg etwas reicher geworden, denn der „Bewegungsmelder Aschaffenburg“ hat seine Arbeit aufgenommen. „Wir wollten nicht nur am Rand stehen, wenn die Zukunft beginnt“, berichtet Charlie Subco, die Stimme des Projekts mit einem breiten Lächeln und fährt fort: „Wir wollen nicht nur existierende Gruppen, Veranstaltungen und Aktionen bewerben, sondern mit einem Blog-Magazin einen Raum für eigene Veröffentlichungen schaffen“. Mithilfe eines eigenen Kanals wolle man zudem „Telegram zurückerobern“ und sich „unabhängig“ machen von den „Facebook-Algorithmen“. Die Smartphone-App Telegram war in den vergangenen Monaten immer wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt, weil sich dort die sogenannte „Querdenken“-Bewegung und Verschwörungsgläubige organisieren. Telegram ist aber nicht die einzige Möglichkeit auf dem Laufenden zu bleiben: Auf der Website des Bewegungsmelder findet sich die Option sich in einen Email-Newsletter einzutragen. „Wir setzen auf Vernunft und Diskussion“, so Charlie Subco, „hinter uns steht keine Partei, aber gerade deshalb wollen wir uns politisch einmischen“. Es läge „Vieles im Argen“ und „etablierte Parteien argumentieren mit einer vorgeschobenen Alternativlosigkeit“. Deshalb wäre es nötig „Öffentlichkeit herzustellen und neue Wege zu beschreiten“. Charlie Subco versicherte, dass das ganze Redaktionsteam davon überzeugt sei, dass „eine bessere Welt nicht nur möglich, sondern machbar“ ist.

Weitere Informationen finden sich auf der Website des Bewegungsmelder (BewegungsmelderAB.wordpress.com) und im Telegram-Kanal „Bewegungsmelder Aschaffenburg“ (t.me/bewegungsmelder).

Pressefotos:

Kontakt: BewegungsMelderAb@Riseup.net

3 Kommentare zu „„Wir wollen nicht einfach am Rand stehen, wenn die Zukunft beginnt!“

  1. Pingback: Melder #9
  2. Hey, coole Initiative!

    Ein paar Verständnisfragen:

    Ihr schreibt:

    „„Auch in Aschaffenburg und Umgebung gibt es Zusammenschlüsse von Menschen die für eine direkte Verbesserung der Lebensumstände streiten“

    Welche genau sind das? Und was meint ihr mit „Verbesserung der Lebensumstände“? Von der Aschaffenburger SPD, die weniger Müll in der Stadt wil, bis zum Bund Naturschutz der Bäume im Stadtpark erhalten will?

    Weiter:

    „Wir setzen auf Vernunft und Diskussion, wollen keine feste Linie vorgeben, sondern Prozesse der Veränderung erst ermöglichen, Leute zusammenbringen und Verbindungen herstellen, die bislang nicht existiert haben.“

    Wollt ihr die Leute ausschließlich virtuell zusammenbringen?
    Telegram, euer Herzstück, ist ja sehr einseitig in Sachen Kommunikation. Also man kann den Kanal konsumieren, aber nicht diskutieren.
    Kann man darüber wirklich Leute zusammenbringen?

    Was soll dieser Satz bedeuten?

    „„Wir setzen auf Vernunft und Diskussion“, so Charlie Subco, „hinter uns steht keine Partei, aber gerade deshalb wollen wir uns politisch einmischen“

    Wie seht ihr den Zusammenhang sich einzumischen, ohne Partei zu sein? Ist das nicht Gang und gäbe seit spätestens 1968? Oder spätestens mit Aufkommen von social Media, wo sich jedes Individuum ganz ohne Parteizugehörigkeit einmischen kann?
    Der im Satz formulierte Beweggrund erschließt sich mir nicht. Beziehungsweise ist er ziemlich unverständlich.

    Ich freue mich auf euer Feedback hier.

    Macht weiter und baut euer Projekt aus. Vor allem auch abseits des virtuellen.

    Gefällt mir

    1. Hallo, danke für deine Fragen, ich versuche sie mal so gut ich im Moment kann zu beantworten:

      Welche Initiativen wir meinen, geht – so denke ich – ziemlich gut aus unserer Praxis hervor, wir wollen da aber eben nicht die Szene-Polizei spielen und aussortieren, was genau dazu zählt und was nicht. Unser persönlicher Augenmerk liegt aber auf linksradikalen, antifaschistischen und gewerkschaftlichen Strukturen, wenn es auch von letzter Sorte besonders wenige in Aschaffenburg gibt.

      Zur zweiten Frage: Ich gebe es zu, der Gedankengang ist nicht so eindeutig. Diskutieren kann man einerseits, wie du es vor machst, natürlich in diesen Kommentar-Spalten, aber auch im Blog-Magazin mit eigenen Beiträgen (kleine Anfänge sehe ich in den sehr subjektiven Interview-Partner*innen die sonst nicht zu Wort kommen würden, wir arbeiten aber daran das auszubauen und zu verbessern). Das ist aber nicht das was wir uns primär wünschen, sondern das der Austausch eben auch auf den Veranstaltungen der Gruppen und Initiativen stattfindet. Ein wunderbares Beispiel ist da „Solidarity Cocktails“: Die Gruppe veröffentlicht im Blog-Magazin, der Telegram-Kanal streut die Termine und im echten Leben wird dann am Infostand debattiert. Dabei ist wichtig: Die lokalen Gruppen erreichen bisher so gut wie nur ihr eigenes Stammpublikum und selbst Genossen werden nicht mehr mobilisiert. Wir möchten diese Kreise durchbrechen.

      Und damit kommen wir zu deiner letzten Frage. Wenn man sich abseits einer sowieso schon politischen Szene bewegt, dann kann man feststellen, dass viele Menschen politischen Aktivismus und Interesse oft untrennbar mit der Arbeit in einer Partei zusammen denken. Da wollte ich dagegen halten und den Leuten zurufen: Ihr müsst nicht in einer Partei sein um eure politischen Interessen in die Hand zu nehmen! Hier wird der Spagat deutlich, den wir vollführen, wenn wir einerseits versuchen „die Szene“ zusammenzubringen aber auch für ein komplett anderes Publikum zu schreiben.

      Mit besten Grüßen,
      Charlie

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s